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Computer.Sport
Technik die bewegt
Sonderausstellung 18. Januar bis 5. Juli 2009

Vom 18. Januar bis zum 5. Juli kommt Bewegung ins Heinz Nixdorf MuseumsForum. Dann präsentiert das größte Computermuseum der Welt die spektakuläre Sonderausstellung „Computer.Sport - Technik die bewegt“. Sie zeigt unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Bedeutung aktueller computerbasierter Hochtechnologie für den heutigen Sport.
 
Auf 1.000 Quadratmetern erhalten die Besucher spannende und faszinierende Einblicke in die neuesten Entwicklungen. Vieles können sie selbst ausprobieren und testen. 26 interaktive und zwölf Medienstationen stehen bereit. So kann jeder zum Moderator in einem Fernsehstudio werden, hochmoderne Sportgeräte aus der aktuellen Forschung bewundern, seine Reaktionszeit messen oder die Anforderungen an einen Biathlon-Schützen am eigenen Leib erfahren.
 
Die aufwendige Inszenierung der Ausstellung reflektiert die Welt des Sports und bietet sowohl Laien als auch aktiven Sportlern zahlreiche Gelegenheiten, selbst aktiv zu werden. Die Bereiche sind mit „Multimediale Sportwelten“, „Leistung durch Training“, „Die Macht des Materials“ und „Virtuelle Sportwelten“ überschrieben. Informationen und Unterhaltungselemente wechseln sich ab. Neben den vielfältigen interaktiven Möglichkeiten beeindrucken Sportobjekte, wie sie von Olympiasiegern und Weltmeistern verwendet werden.
 
„Zwar reicht es auch heute, einfach die Sportschuhe anzuziehen und loszurennen. Doch mithilfe elektronischer Medien und des Computers wird Sport attraktiver, Leistung genauer gemessen und systematischer gesteigert, wird Training optimiert und werden neue Materialien entwickelt, ja es wird möglich, in ganz neuen Umgebungen Sport zu treiben. Mit einem Wort: Durch Computer wird der Sport interessanter, vielfältiger und abwechslungsreicher“, erläuterte HNF-Geschäftsführer Dr. Kurt Beiersdörfer bei der Vorstellung der Ausstellung.
 
Anlass von Computer.Sport und des Festakts am 17. Januar ist das 25-jährige Jubiläum der Ahorn-Sportpark GmbH. Am 19. Dezember 1983 hat Heinz Nixdorf diese Betreibergesellschaft für das größte multifunktionale Sportzentrum Paderborns gegründet.
 
„Heinz Nixdorf war zeitlebens von zwei großen Themen fasziniert: Computer und Sport. Mit dieser Ausstellung führen wir sie erstmals zusammen“, betonte Beiersdörfer.
Die Eröffnung von Computer.Sport am Samstag wird mit einem großen Programm gefeiert, zu dem neben Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble fünf Olympiasieger und andere Spitzensportler erwartet werden. „Es ist uns eine besondere Freude, so prominenten Gästen die Ergebnisse unserer langjährigen Arbeit vorstellen zu können“, wies der Geschäftsführer des Ahorn-Sportparks Willi Lenz auf die Feierlichkeiten und das „aktuelle sportstudio“ hin, das anlässlich von Computer.Sport aus dem HNF übertragen wird. 
 
Kurzer Rundgang:
 
Zu Beginn von Computer.Sport empfängt die Besucher eine packend-realistische Stadion-Atmosphäre. Eine halbrunde hochauflösende Videopanoramawand einer Fußballarena mit Stadionakustik stimmt die Besucher auf ihren Rundgang ein. Multimediale Sportwelten lautet der Titel des ersten Ausstellungsbereichs, in dessen Mittelpunkt ein inszeniertes Fernsehstudio steht. Hier kann jeder in der Green Box die Rolle eines Moderators übernehmen und erleben wie es ist, live aus dem Studio zu berichten. Am Spielanalysetisch können Fußballfans anhand von Original-Spielszenen internationaler Turniere wie Jürgen Klopp ihre Trainerqualitäten beweisen. Zu sehen ist auch, mit welcher Technik in Live-Übertragungen Torentfernungen grafisch angezeigt oder Banner auf die jeweiligen Schwimmbahnen projiziert werden.
 
Leistung durch Trainingist der nächste Bereich überschrieben. Einen Blick in hochaktuelle Forschung bietet das so genannte markerlose Motion Capture. Dabei werden die Körperbewegungen der Läufer bzw. Besucher in Echtzeit erfasst und in dreidimensionale Ansichten umgewandelt, und das ohne die bisher notwendigen Marker am Körper.
 
Die Besucher können ihre Reaktionszeit am Schwimmblock und ihre Sprunghöhe auf der Kraftmessplatte messen. Ein modernes Ruderergometer informiert über Kraft, Ausdauer und den Ruderstil. Mithilfe zweier Fahrradergometer kann das Teamtraining optimiert und Windschattenfahren geübt werden. Ein Bodyscanner ermittelt die exakten Körpermaße, wichtige Werte für das gezielte Training und die Materialanpassung. Weitere Geräte und Softwareanwendungen zeigen, wie heute auf internationalem Niveau trainiert wird.
 
Die Macht des Materialsführt eindrücklich vor Augen, wie Spitzentechnik Spitzensport ermöglicht. Das Kanu des Olympiasiegers Thomas Schmidt, ein ultraleichtes Bahnfahrrad oder ein Schwimmanzug, wie ihn Michael Phelps getragen hat, zeigen, welche Bedeutung moderne Werkstoffe und Materialien heute im Spitzensport besitzen. Ein Handbike und die computergesteuerte Kniegelenksprothese C-Leg weisen auf die enormen technischen Fortschritte im Behindertensport hin. Besucher können die Rolle von Georg Hackl einnehmen und auf einem Rennrodel im simulierten Windkanal erleben, welche Bedeutung ein optimaler Luftwiderstand hat.
 
Zum Schluss begeben sich die Besucher in Virtuelle Sportwelten. Hier geht es nicht um übliche Computerspiele, sondern um realen Sport in virtuellen Umgebungen. Natürlich dürfen hier zwei Wii-Stationen nicht fehlen. Professioneller ist aber ein Golfsimulator, der vom Abschlag bis zum Putten einen realistischen Rundgang mit echten Schlägen auf einem virtuellen Golfplatz ermöglicht. Wintersport bietet ein Biathlon-Simulator. Hier kann jeder versuchen, nach einigen Minuten auf einem Crosstrainer mit einem Lasergewehr ins Schwarze zu treffen.
 
Kurz vor dem Ausgang ist eine Videoinstallation zu sehen, die ähnlich auf der vergangenen „documenta“ in Kassel ausgestellt war und die Spielzüge des WM-Finales 2006 intensiv mithilfe neuronaler Netze analysiert.
 
Vertiefende Informationen bietet die Homepage www.computer-sport.org.
 
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